Formel 1 2027:
welche Strecke sich lohnt
Der Kalender steht: 24 Rennen, zehn davon mit Sprint. Zwei Rennen kommen neu, Zandvoort fällt weg, und bei den großen Europarennen läuft der Ticketverkauf schon.
Formel 114 Min. LesezeitStand: Oktober 2026
Kurz gesagt.
Wer 2027 zu einem Grand Prix will, kann jetzt konkret planen: Der offizielle Kalender ist seit dem 16. September 2026 veröffentlicht. Er kam spät: Sonst steht der Kalender zwischen April und Juli des Vorjahres. Los geht es vom 12. bis 14. März in Bahrain, Schluss ist vom 10. bis 12. Dezember in Abu Dhabi.
Die Eckdaten: 24 Rennen, zehn davon mit Sprint. Die Streckenliste steht, zwei Rennen kommen neu dazu, eines fällt für deutsche Fans schmerzhaft weg — und bei den großen Europarennen laufen die Tickets bereits. Manche Kategorien waren sogar schon ausverkauft, bevor der Termin überhaupt bekannt war. Unten stehen die Termine, die Preise vom 3. September, der Trick beim Kauf und was jetzt zu tun ist.
Was für 2027 feststeht.
Der offizielle Kalender der Formel 1 umfasst für 2027 24 Rennen in 22 Ländern, jedes mit festem Datum. Drei Veränderungen gegenüber 2026 sind offiziell bestätigt:
- Neu: die Türkei. Istanbul Park kehrt ab 2027 zurück, mit einem Vertrag bis 2031. Zuletzt fuhr die Formel 1 dort 2020 und 2021.
- Neu: Portugal. Portimão an der Algarve ist für 2027 und 2028 gesetzt — ein Zweijahresvertrag, also kein Dauergast.
- Weg: Zandvoort. Der Dutch Grand Prix am 23. August 2026 war das letzte Formel-1-Rennen dort. Die Entscheidung kam vom Veranstalter selbst, nicht von der Formel 1.
Dazu kommt eine Eigenheit, die regelmäßig für Verwirrung sorgt: Barcelona und Spa wechseln sich ab. 2026 waren noch beide im Kalender, ab 2027 fährt Spa 2027, 2029 und 2031, Barcelona 2028, 2030 und 2032 — 2027 ist also Spa dabei und Barcelona nicht. Und seit 2026 ist Madrid der offizielle Große Preis von Spanien; Barcelona läuft als eigenständiger „Barcelona-Catalunya Grand Prix“.
Nicht mehr im Kalender: Imola, dessen Vertrag 2025 endete. Kalender für 2027, die vor dem 16. September im Netz kursierten, waren Rekonstruktionen aus Vertragslaufzeiten. Maßgeblich ist nur der offizielle Kalender.
Die Termine der Europarennen.
Monaco 4. bis 6. Juni, Portugal 18. bis 20. Juni, Silverstone 2. bis 4. Juli, Spielberg 9. bis 11. Juli, Spa 23. bis 25. Juli, Budapest 30. Juli bis 1. August, Monza 3. bis 5. September, Madrid 10. bis 12. September, Istanbul 1. bis 3. Oktober. Zwei Rennen hatten ihren Termin schon vorher selbst genannt:
- Monza, 3. bis 5. September 2027. Der allgemeine Verkauf läuft seit dem 24. September 2026. Das Wochenende hat 2027 einen Sprint. Die Vorverkaufsphase für Inhaber einer American-Express-Karte lief vom 17. bis 24. September, der Treuerabatt von 8 Prozent für Ticketinhaber von 2026 war bis zum 8. Oktober befristet.
- Monaco, 3. bis 6. Juni 2027. Der Kalender bestätigt das Wochenende, erstmals mit Sprint. Die Formel 1 führt es als 4. bis 6. Juni, der Automobile Club de Monaco zählt den Donnerstag mit. Der freie Ticketverkauf läuft seit dem 1. Oktober 2026, Clubmitglieder kamen ab dem 17. September dran. Tribünen, Hotels und Anreise: Formel-1-Reise nach Monaco.
Dass der Kalender so spät kam, hatte einen konkreten Grund: Die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien konnten im April 2026 wegen der Lage im Nahen Osten nicht stattfinden; Bahrain wurde nach Sepang verlegt und lief dort vom 2. bis 4. Oktober. Dadurch hat die Saison 2026 nur 23 statt 24 Rennen. Für 2027 sind es wieder 24 Rennen: Bahrain eröffnet die Saison am 14. März, Saudi-Arabien folgt eine Woche später. Der einzige Vorsaisontest läuft vom 24. bis 27. Februar in Bahrain.
Sag uns, welches Rennen dich reizt. Die Termine sind offiziell, du bekommst von uns Tribünen-Empfehlung und Gesamtkalkulation — bevor die guten Plätze weg sind.
Wo der Verkauf schon läuft.
Seit dem Kalender vom 16. September hat sich viel bewegt: Bei den großen Europarennen läuft der Verkauf — Österreich, Belgien, Ungarn, Monza, Monaco, Silverstone, Madrid und Portugal, außerhalb Europas etwa Bahrain und Saudi-Arabien. Die Türkei hat noch keinen Verkaufsstart, dort gibt es nur eine Warteliste.
Die Verkaufsstarts nach dem Kalender: Monza und Silverstone verkaufen seit dem 24. September frei, Madrid seit dem 29. September, Monaco seit dem 1. Oktober. Portugal verkauft über die offizielle Seite des Veranstalters. Bei Monza, Silverstone, Madrid und Monaco gab es davor Vorverkaufsphasen für Clubmitglieder oder Inhaber einer American-Express-Karte.
Was das praktisch heißt:
- Wer jetzt kauft, kennt das Wochenende und sichert sich Kategorie und Preis.
- Flug und Hotel jetzt mitplanen — die Termine stehen, kostenfreie Stornierung bleibt trotzdem sinnvoll.
- Vor dem Kauf die Stornobedingungen des Ticketanbieters lesen: Bei Tickets mit festem Datum gibt es oft kein Widerrufsrecht.
Ungarn zeigt, worauf du achten musst: Laut offizieller FAQ des Hungarorings gilt für Tickets mit festem Datum kein Widerrufsrecht. Zurückgegeben wird nur, wenn das Rennen abgesagt wird. Bei den anderen Rennen solltest du die Bedingungen vor dem Kauf genauso prüfen.
Was ein Wochenende wirklich kostet.
Das sind Preise, die wir am 3. September 2026 direkt bei den Veranstaltern abgelesen haben — Wochenendtickets für alle drei Tage, sofern nicht anders angegeben:
| Strecke | Stehplatz | Günstige Tribüne | Gute Tribüne |
|---|---|---|---|
| Spa | 215 € | Silver 5: 365 € Combes 1: 415 € | Gold 9 Pole Position: 775 € Gold 1 an der Boxengasse: 895 €, als Wochenendkarte ausverkauft |
| Red Bull Ring | 170 € ausverkauft | T10: 435 € T3: 570 € | Steiermark: 730 € Start und Ziel: ausverkauft |
| Hungaroring | 170 € | Chicane: 240 € Grid 2: 430 € | T1: 500 € Haupttribüne: 650 € Platinum: ausverkauft |
Die Preise für Spa sind vom 30. Oktober 2026, dazu kommt dort einmalig eine Bearbeitungsgebühr von 20 Euro. Alle Tribünen in Spa stehen im Guide zur Formel-1-Reise nach Spa. Monza und Silverstone haben den Verkauf für 2027 inzwischen eröffnet; ihre aktuellen Preise nennen wir dir auf Anfrage. Für Monaco ist die offizielle Preisliste des Automobile Club de Monaco öffentlich: Ein Tribünenplatz kostet dort für Erwachsene pro Tag 40 bis 1.150 Euro, je nach Tag und Tribüne, der Stehplatz am Rocher 50 bis 200 Euro. Alle Tribünen mit Preisen stehen im Guide zur Formel-1-Reise nach Monaco. Preise ändern sich je Verkaufsphase; wir prüfen sie bei jeder Anfrage tagesaktuell.
Der Trick, der bares Geld spart.
Es gibt zwei offizielle Wege, dasselbe Ticket zu kaufen: direkt beim Veranstalter der Strecke oder über den offiziellen Ticketshop der Formel 1. Beide sind seriös — aber sie kosten nicht dasselbe. Zwei Beispiele, jeweils am selben Tag abgelesen, dieselbe Tribüne:
- Spa, Tribüne Speed Corner: 380 Euro beim Veranstalter, 430 Euro im Formel-1-Shop, Stand 30. Oktober 2026. Beim Veranstalter kommt einmalig eine Gebühr von 20 Euro dazu.
- Red Bull Ring, Tribüne T10: 435 Euro beim Veranstalter, 490 Euro im Formel-1-Shop — 55 Euro Unterschied pro Ticket.
Die Regel lautet deshalb: zuerst beim Streckenbetreiber schauen, dann vergleichen. Und Finger weg von allem, was weder das eine noch das andere ist — Zweitmarktseiten verkaufen dieselben Plätze mit deutlichem Aufschlag und ohne Garantie.
Was schon ausverkauft war, Stand 3. September 2026 und damit noch vor dem Kalender: am Red Bull Ring sämtliche Stehplätze und die komplette Start-Ziel-Tribüne, am Hungaroring die Platinum-Kategorien, in Spa mehrere Sonntagskarten und die VIP-Bereiche. Wer eine bestimmte Kategorie will, sollte jetzt nicht mehr lange warten.
Die Klassiker in Europa.
Drei Fragen entscheiden über ein Formel-1-Wochenende: Was siehst du von deinem Platz? Wie kommst du hin und zurück? Und was kostet das Gesamtpaket, nicht nur das Ticket? Genau darin unterscheiden sich die Strecken massiv.
| Strecke | Status 2027 | Charakter | Anreise ab Deutschland |
|---|---|---|---|
| Spa | Tickets im Verkauf | Fahrerstrecke, Eau Rouge, Camping-Kultur | Auto, ab Köln etwa 1,5 Std. ohne Verkehr |
| Red Bull Ring | Tickets im Verkauf | Kompakt, viel Streckenblick, Shuttles | Auto/Bahn, ab München ein Tag |
| Ungarn | Tickets im Verkauf | Kurvenreich, Budapest als Städtereise | Auto oder Kurzflug |
| Monaco | 4.–6. Juni, Tickets im Verkauf | Kulisse schlägt Rennaction | Flug Nizza, dann Bahn |
| Monza | 3.–5. Sept., Tickets im Verkauf | Tifosi, Tempo, historischer Park | Flug Mailand |
| Silverstone | Tickets im Verkauf | Bestes Stehplatzerlebnis, Festival | Flug London |
| Madrid | Tickets im Verkauf | Neuer Kurs, Premiere im September 2026 | Flug Madrid |
| Türkei (neu) | Warteliste | Rückkehr nach sechs Jahren | Flug Istanbul |
| Portugal (neu) | Tickets im Verkauf | Algarve, nur 2027 und 2028 | Flug Faro |
| fällt weg | — | — |
„Warteliste“ heißt: Die Strecke ist für 2027 bestätigt, der Verkauf hat aber noch nicht begonnen. Das gilt nur noch für die Türkei; Portugal und Madrid haben den Verkauf im September 2026 gestartet.
Spa, die wichtigste Adresse für deutsche Fans
Mit dem Wegfall von Zandvoort ist Spa der am besten erreichbare Grand Prix ab Deutschland — ab Köln ohne Verkehr etwa anderthalb Stunden, an Renntagen deutlich länger. Eau Rouge muss man einmal von unten gesehen haben; viele Fahrer nennen Spa ihre Lieblingsstrecke. Für Zuschauer ist es zugleich einer der fairsten Klassiker: Der Kurs bietet ein breites offizielles Campingangebot, und die Tribünen reichen von Bronze bis zum Paddock Club.
Ein Hinweis für die Langfristplanung: Spa fährt 2027 — pausiert dann aber 2028 und 2030. Wer Spa erleben will, sollte 2027 nutzen. Tribünen, Camping und Anreise im Detail: Formel 1 in Spa 2027.
Der Grund, warum Spa für deutsche Fans unschlagbar ist: Der Veranstalter fährt offizielle Shuttlebusse aus deutschen Städten — Hin- und Rückfahrt inklusive, keine Parkplatzsuche. Ab Köln 56 Euro, ab Aachen 63 Euro, ab Düsseldorf 66 Euro pro Person laut FAQ des Veranstalters; im Shop war der Shuttle am 30. Oktober 2026 vorübergehend nicht buchbar. Wer stattdessen mit dem Auto kommt: Parken kostet 25 Euro pro Tag und ist nur online buchbar — und alle Parkplätze müssen bis 22 Uhr geräumt sein, Übernachten im Auto ist verboten.
Welche Tribüne überdacht ist, sagt der Veranstalter selbst: Gold 1, 2, 3, 6, 7, 8, 9 und 11 sowie Silver 4. Alle anderen sind offen — bei belgischem Wetter ein Argument. Stehplatzkarten (Bronze) geben Zugang zu Kemmel, Blanchimont und dem Abstieg nach Pouhon, überall mit Blick auf Großbildschirme.
Red Bull Ring — der einfachste Weg aus Süddeutschland
Spielberg ist ab München an einem Tag machbar, der Vertrag läuft bis 2041. Der 4,3 Kilometer kurze Kurs mit zehn Kurven bietet von vielen Punkten Blick auf mehrere Streckenteile. 2026 kamen 320.000 Zuschauer übers Wochenende.
Drei Dinge, die den Ring familienfreundlich machen: Parken ist kostenlos und fußläufig, Kinder zahlen auf Stehplätzen nichts, und auch die Stehplatzbereiche haben Videowände. Rollstuhlplätze gibt es überdacht auf der Start-Ziel-Tribüne zum Stehplatzpreis. Wichtig: Start und Ziel ist die einzige überdachte Tribüne — alle anderen sind offen. Camping liegt fußläufig, die Angebote für 2027 sind aber noch nicht veröffentlicht.
Monaco — die Kulisse
Das Rennen mit dem größten Namen und der kleinsten Sicht: Überholmanöver sind selten, dafür gibt es Hafen, Casino und die Gewissheit, dabei gewesen zu sein. Der Vertrag läuft bis 2035, und 2027 wird Monaco erstmals ein Sprintwochenende. Der freie Ticketverkauf läuft seit dem 1. Oktober 2026.
Ein hartnäckiger Irrtum gehört ausgeräumt: Der „Rocher“, der Felsen über dem Hafen, ist keine Gratistribüne. Der Veranstalter verkauft ihn als reguläre Stehplatzzone — er ist die günstigste Option, aber eben eine bezahlte. Vom Mehrtagesrabatt von 10 Prozent ist er ausdrücklich ausgenommen. Der Rocher hat keinen Kinderpreis und ist donnerstags gar nicht im Verkauf. Kinder von 6 bis 15 zahlen nur auf den normalen Tribünen die Hälfte, donnerstags kommen sie dort gratis hinein.
Monza — der Tempel
Kein Publikum trägt ein Rennen so wie die Tifosi. Erste Wahl sind die Haupttribüne an Start und Ziel sowie die Bereiche an Lesmo und Ascari; viel General Admission ist Grasböschung im historischen Park — mit früher Anreise völlig brauchbar. Vertrag bis 2031.
Monza auf einen Blick: Termin 3. bis 5. September 2027, mit Sprint. Der allgemeine Verkauf läuft seit dem 24. September 2026, die Vorverkaufsphase für Amex-Karteninhaber lief vom 17. bis 24. September. Der Treuerabatt von 8 Prozent für Käufer von 2026 war bis zum 8. Oktober 2026 befristet.
Silverstone — das Festival
2026 kamen 564.000 Zuschauer übers Wochenende. Camping, Zonen fast rund um den Kurs: Silverstone ist das beste General-Admission-Erlebnis im Kalender. Vertrag bis 2034. 2027 fährt Silverstone vom 2. bis 4. Juli mit Sprint, der allgemeine Verkauf läuft seit dem 24. September 2026.
Madrid — ein Rennen ist noch keine Erfahrung
Der Madring am Messegelände ist ein 5,4 Kilometer langer Kurs mit 22 Kurven, ausgelegt auf über 110.000 Zuschauer pro Tag. Der Vertrag läuft bis 2035, und 2027 fährt Madrid vom 10. bis 12. September, eine Woche nach Monza. Aber: Bisher gab es dort genau ein Rennen, die Premiere am 13. September 2026. Belastbare Erfahrungswerte zu Sicht, Anreise und Organisation sind das noch nicht.
Zwei Eigenheiten sollte man vor der Buchung kennen: Das Gelände zerfällt in einen Nord- und einen Südteil, die von innen nicht miteinander verbunden sind — man legt sich mit dem Ticket auf eine Seite fest. Und es gibt keine Parkplätze am Gelände; die Anreise läuft über Metro und Vorortbahn.
Und die Fernreisen?
Singapur ist das Nachtrennen vor der Skyline, ideal als Baustein einer Asienreise. Austin liefert mit dem Turn-1-Hügel einen der besten Aussichtspunkte im Kalender. Las Vegas ist das teuerste Wochenende des Jahres und dafür ein Spektakel, das es so nirgends gibt. Suzuka ist das Gegenteil: ein Publikum, das jede Runde feiert, zu Tickets deutlich unter Europa-Niveau. Interlagos verkauft ausschließlich Dreitagestickets — kompakt, laut, südamerikanisch. Die Termine 2027: Suzuka 9. bis 11. April, Singapur 8. bis 10. Oktober, Austin 22. bis 24. Oktober, Interlagos 5. bis 7. November, Las Vegas 18. bis 20. November.
Was sich 2027 technisch ändert.
Für Zuschauer interessant, weil es das Renngeschehen prägt: Die 2026 eingeführte Antriebsformel wird zugunsten des Verbrenners neu austariert. Das ist beschlossen und im FIA-Reglement veröffentlicht:
- Der Kraftstoff-Energiefluss steigt um 5 Prozent (von 3.000 auf 3.150 Megajoule pro Stunde) — der Verbrenner darf also mehr leisten.
- Die Rekuperation steigt von 350 auf 375 Kilowatt, das nutzbare Batteriefenster von 4 auf 4,5 Megajoule.
- Der Elektromotor darf im Qualifying und im Rennen ohne Overtake-Modus nur noch 300 statt 350 Kilowatt abgeben. Im Rennen bleiben 350 Kilowatt im Overtake-Modus.
Die Elektroleistung sinkt also tatsächlich — nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen, solange kein Overtake aktiv ist. Gestrichen wird die Formel, nach der sie 2026 ohne Overtake ab 290 km/h abnahm und bei 345 km/h null erreichte. Vom Tempo abhängige Grenzen bleiben aber, teils im Reglement, teils in einem separaten FIA-Dokument. Ob auf der Geraden mehr ankommt als 2026, lässt sich daraus nicht ablesen. Das Ziel laut Formel 1: ein Qualifying mit mehr Vollgas, ohne die spannenden Rennen zu beeinträchtigen.
2027 ist eine Umverteilung zugunsten des Verbrenners, 2028 folgt eine zweite Stufe: Der Energiefluss steigt dann auf 3.400 Megajoule pro Stunde, die Rekuperation auf 400 Kilowatt. Auch das ist schon beschlossen und steht im Anhang des Reglements.
Zwei sportliche Änderungen, die Zuschauer direkt betreffen: Die Rennen werden 2027 kürzer: 290 statt 305 Kilometer, das sind zwei bis drei Runden weniger. Der Motorsport-Weltrat hat das am 30. September 2026 beschlossen, seit dem 19. Oktober 2026 steht es im veröffentlichten Sportreglement 2027. Monaco bleibt bei 260 Kilometern, für 2028 sieht das Reglement wieder 305 Kilometer vor. Die zwischenzeitlich vorgesehene Verkürzung um bis zu vier Runden nach Ermessen der FIA ist gestrichen. Und es gibt nur noch einen Vorsaisontest über vier Tage statt bisher mehrerer Testblöcke.
Optisch und akustisch bleibt alles beim Alten: Motorkonzept, Fahrzeugbreite, Radstand und Mindestgewicht sind gegenüber 2026 unverändert. Mit dem Kalender steht fest: 2027 gibt es zehn Sprintwochenenden statt sechs, erstmals auch in Monaco.
Was jetzt sinnvoll ist.
- Alle Termine stehen: Seit dem 16. September 2026 hat jedes der 24 Rennen ein offizielles Datum. Urlaub, Flug und Hotel lassen sich jetzt konkret planen.
- Bei Österreich, Belgien und Ungarn jetzt das Ticket sichern, wenn die Kategorie wichtig ist — vieles ist bereits weg. Anreise und Hotel am besten mit freier Stornierung buchen. Ein Rückgaberecht gibt es in Ungarn nicht, außer bei Absage.
- Immer zuerst beim Streckenbetreiber kaufen — bei Spa und am Red Bull Ring ist das nachweislich günstiger als der offizielle Formel-1-Shop.
- Wenn der Termin entscheidet (Urlaub, Schulferien): jetzt mit dem Kalender abgleichen. Wo der Verkauf noch nicht läuft, etwa in der Türkei, hilft die offizielle Warteliste.
- Spa hat Vorrang vor 2028: Wer die Strecke erleben will, sollte 2027 nehmen — danach folgt eine Pause bis 2029.
- Zandvoort streichen. Wer bisher „das Rennen nebenan“ eingeplant hatte, braucht ein neues Ziel — Spa ist der naheliegende Ersatz.
- Bei Madrid genau hinschauen: Seit der Premiere am 13. September 2026 gibt es erste Erfahrungsberichte. Lies sie, bevor du dich auf den Nord- oder Südteil festlegst.
- Shuttle oder Auto durchrechnen: Nach Spa fahren offizielle Shuttles ab Köln, Aachen und Düsseldorf für 56 bis 66 Euro pro Person, Parken kostet 25 Euro pro Auto und Tag. Ab zwei Personen ist das Auto meist günstiger, der Shuttle erspart dir dafür das Fahren.
Kleinigkeiten, die vor Ort den Unterschied machen.
- Klappstuhl: erlaubt oder verboten? Am Hungaroring dürfen keinerlei Sitzgelegenheiten mit aufs Gelände — auch keine Camping- oder Angelstühle. In Silverstone ist das Gegenteil der Fall: Dort gehört der mitgebrachte Stuhl offiziell zum Stehplatzerlebnis dazu.
- Verpflegung: Der Hungaroring lässt pro Person einen Liter Flüssigkeit und drei belegte Brote passieren, Sonnenschirme und Kühltaschen bleiben draußen. Trinkwasser gibt es vor Ort.
- Der günstigste Stehplatz im Kalender war 2026 Monza mit 120 Euro fürs ganze Wochenende — allerdings ohne Sitzplatzgarantie und nur über bestimmte Tore erreichbar.
- Nach dem Rennen auf die Strecke: Am Hungaroring ist die Trackinvasion erlaubt, die Teilnehmerzahl aber begrenzt — wer dabei sein will, muss zügig runter.
- Sitzplatznummern lesen: In Monza gibt der Buchstabe die Reihe an (A ist unten), die Zahl den Platz — von vorne auf die Tribüne gesehen beginnt die Zählung links.
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Recherchestand 31. Oktober 2026Angaben nach bestem Wissen zusammengestellt, u. a. auf Basis von: formula1.com und ticketing.formula1.com · fia.com samt dem FIA-Reglement 2027 (Section B, Ausgabe 1 vom 19. Oktober 2026, und Section C, Ausgabe 3 vom 1. Oktober 2026) · acm.mc · redbullring.com · spagrandprix.com · silverstone.co.uk · madring.com. Termine nach dem offiziellen Kalender vom 16. September 2026; Verkaufsstarts nach monzanet.it, silverstone.co.uk, acm.mc, madring.com und portugalf1gp.com, geprüft am 8. Oktober 2026. Die Preistabelle stammt vom 3. September 2026. Preise sind Größenordnungen und schwanken je Verkaufsphase — wir prüfen sie bei jeder Anfrage tagesaktuell.
Häufige Fragen zu Strecken und Kalender 2027
Steht der Formel-1-Kalender 2027 schon fest?
Ja. Seit dem 16. September 2026 ist der offizielle Kalender veröffentlicht: 24 Rennen in 22 Ländern, darunter zehn Sprintwochenenden. Los geht es vom 12. bis 14. März in Bahrain, Schluss ist vom 10. bis 12. Dezember in Abu Dhabi. Die Europarennen: Monaco 4. bis 6. Juni, Portugal 18. bis 20. Juni, Silverstone 2. bis 4. Juli, Spielberg 9. bis 11. Juli, Spa 23. bis 25. Juli, Budapest 30. Juli bis 1. August, Monza 3. bis 5. September, Madrid 10. bis 12. September, Istanbul 1. bis 3. Oktober.
Welche Strecken sind 2027 neu, welche fallen weg?
Neu dabei sind die Türkei mit Istanbul Park (Vertrag bis 2031) und Portugal mit Portimão (für 2027 und 2028). Weg ist Zandvoort: Der Dutch Grand Prix am 23. August 2026 war das letzte Formel-1-Rennen dort, auf Entscheidung des Veranstalters. Außerdem pausiert Barcelona 2027, weil es sich mit Spa abwechselt — 2027 ist Spa dabei. Imola ist seit Ablauf des Vertrags 2025 nicht mehr im Kalender.
Kann ich schon Tickets für 2027 kaufen?
Ja. Verkauft wird unter anderem in Spa, Spielberg, Budapest, Monza, Monaco, Silverstone, Madrid und Portimão, dazu in Saudi-Arabien, jeweils über die offiziellen Kanäle. Die Türkei führt noch eine Warteliste. Einzelne Kategorien waren schon vor dem Kalender ausverkauft — am Red Bull Ring etwa alle Stehplätze. Tipp: immer zuerst beim Streckenbetreiber kaufen, das ist bei Spa und Spielberg günstiger als der offizielle Formel-1-Shop. Ein Rückgaberecht gibt es in Ungarn laut offizieller FAQ nicht, außer bei Absage.
Welche Formel-1-Strecke ist ab Deutschland am besten erreichbar?
Seit Zandvoort wegfällt, ist Spa-Francorchamps die naheliegendste Adresse — ab Köln rund 130 Kilometer, ohne Verkehr etwa anderthalb Stunden, mit breitem offiziellem Campingangebot. Aus Süddeutschland ist der Red Bull Ring in Spielberg die beste Wahl: ab München an einem Tag machbar, kostenlose Parkplätze und Shuttlebusse von über 120 österreichischen Bahnhöfen. Wichtig für die Planung: Spa pausiert 2028 und 2030.
Welche Tribüne lohnt sich bei einem Grand Prix?
Das hängt stark von der Strecke ab. Faustregeln: In Spa zeigt Gold 4 den Anstieg nach Eau Rouge, hat aber kein Dach. Wer bei Regen trocken sitzen will, nimmt eine überdachte Tribüne wie Gold 1 an der Boxengasse oder Gold 9 vor La Source. In Monza sind Start und Ziel sowie Lesmo und Ascari erste Wahl, viel General Admission ist Grasböschung. In Monaco kauft man Kulisse, nicht Rennaction — der Rocher ist die günstigste Option, aber entgegen dem verbreiteten Irrtum kein Gratisplatz, sondern eine ticketierte Stehplatzzone. Silverstone bietet das beste Stehplatzerlebnis im Kalender. Wir gehen die Strecke vor der Buchung mit dir durch.
Was ändert sich 2027 an den Autos?
Die 2026 eingeführte Antriebsformel wird zugunsten des Verbrenners neu austariert — beschlossen und im FIA-Reglement veröffentlicht. Der Kraftstoff-Energiefluss steigt um 5 Prozent, die elektrische Antriebsleistung sinkt im Qualifying und im Rennen ohne Overtake von 350 auf 300 Kilowatt, im Overtake-Modus bleiben aber 350 Kilowatt. Die Rekuperation steigt auf 375 Kilowatt. 2027 ist damit eine Umverteilung — 2028 folgt eine zweite, ebenfalls beschlossene Stufe.
Welches Rennen fährst du?
Sag uns Strecke und Budget. Wir gehen die Tribünenoptionen mit dir durch, bevor du buchst — das ist die wichtigste Entscheidung der ganzen Reise.