Lichtspuren einer Rennstrecke bei Nacht

Formel 1 2027:
welche Strecke sich lohnt

Der Kalender fehlt noch — die Strecken stehen. Zwei Rennen kommen neu, Zandvoort fällt weg, und bei fünf Grands Prix kann man schon Tickets kaufen. Ohne Termin.

Formel 18 Min. LesezeitStand: September 2026

Guide

Kurz gesagt.

Wer 2027 zu einem Grand Prix will, steht vor einer ungewohnten Lage: Der offizielle Kalender ist noch nicht veröffentlicht. Kein einziges Rennen hat einen von der FIA bestätigten Termin — und das im September, obwohl der Kalender sonst zwischen April und Juli des Vorjahres steht.

Trotzdem lässt sich planen. Denn die Streckenliste steht, zwei Rennen kommen neu dazu, eines fällt für deutsche Fans schmerzhaft weg — und bei fünf Rennen laufen die Tickets bereits. Manche Kategorien sind sogar schon ausverkauft, bevor der Termin überhaupt bekannt ist. Unten stehen die aktuellen Preise, der Trick beim Kauf und was jetzt zu tun ist.

Was für 2027 feststeht.

Die offizielle Ticketplattform der Formel 1 listet für 2027 24 Rennen — mit Strecke, aber ohne Datum. Drei Veränderungen gegenüber 2026 sind offiziell bestätigt:

  • Neu: die Türkei. Istanbul Park kehrt ab 2027 zurück, mit einem Vertrag bis 2031. Zuletzt fuhr die Formel 1 dort 2020 und 2021.
  • Neu: Portugal. Portimão an der Algarve ist für 2027 und 2028 gesetzt — ein Zweijahresvertrag, also kein Dauergast.
  • Weg: Zandvoort. Der Dutch Grand Prix am 23. August 2026 war das letzte Formel-1-Rennen dort. Die Entscheidung kam vom Veranstalter selbst, nicht von der Formel 1.

Dazu kommt eine Eigenheit, die regelmäßig für Verwirrung sorgt: Barcelona und Spa wechseln sich ab. Barcelona fährt in geraden Jahren, Spa in den ungeraden — 2027 ist also Spa dabei und Barcelona nicht. Und seit 2026 ist Madrid der offizielle Große Preis von Spanien; Barcelona läuft als eigenständiger „Barcelona-Catalunya Grand Prix“.

Nicht mehr im Kalender: Imola, dessen Vertrag 2025 endete. Im Netz kursieren „vollständige 24-Rennen-Kalender für 2027“ — das sind Rekonstruktionen aus Vertragslaufzeiten, keine offiziellen Termine.

Die zwei Termine, die man kennt.

Zwei Rennen nennen bereits ein Datum — beide von den Veranstaltern, nicht von der FIA:

  • Monza, 3. bis 5. September 2027. Der Verkauf startet am 10. September 2026 für alle; Inhaber einer American-Express-Karte kommen bereits ab dem 3. September dran. Wer 2026 in Monza war, bekommt bis zum 23. September 8 Prozent Rabatt.
  • Monaco, 3. bis 6. Juni 2027. Der Automobile Club de Monaco setzt ausdrücklich hinzu, dass die FIA das noch bestätigen muss. Der Ticketverkauf ist noch nicht offen — er soll „in den kommenden Wochen“ starten.

Warum der Kalender fehlt, hat einen konkreten Grund: Die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien konnten im April 2026 wegen der Lage im Nahen Osten nicht stattfinden; Bahrain wurde im Oktober nach Sepang verlegt. Dadurch hatte die Saison 2026 nur 23 statt 24 Rennen. Für 2027 plant die Formel 1 nach Aussagen ihres Geschäftsführers wieder mit 24 Rennen und einem Auftakt im März — der Kalender soll „im Herbst“ kommen. Das sind Presseaussagen, keine offiziellen Termine.

Wir melden uns, wenn der Kalender steht

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Tickets kaufen, ohne den Termin zu kennen.

Das klingt absurd, ist aber die aktuelle Realität: Für fünf Rennen läuft der Verkauf bereits — Österreich, Belgien, Ungarn, Saudi-Arabien und ab dem 10. September auch Monza. Bei den übrigen gibt es nur eine Warteliste.

Die Anbieter sagen das offen dazu. Auf der offiziellen Seite zum Belgien-Grand-Prix steht neben „Tickets on sale now“ wörtlich, die Termine des Rennwochenendes würden in Kürze bekannt gegeben. Der Red Bull Ring verkauft seit Ende Juni Tickets für 2027 und führt den Termin schlicht als „folgt“. Silverstone listet 2027 mit „Datum wird bekannt gegeben“.

Was das praktisch heißt:

  • Wer jetzt kauft, sichert sich Kategorie und Preis — bindet sich aber an ein Wochenende, das er noch nicht kennt.
  • Flug und Hotel erst nach der Terminbekanntgabe buchen — oder ausschließlich mit kostenfreier Stornierung.
  • Vor dem Kauf die Stornobedingungen des Ticketanbieters lesen: Was passiert, wenn das Datum am Ende nicht passt?

Ungarn macht es vor, wie man das fair löst: Der offizielle Vermarkter räumt allen Käufern ein Rückgaberecht ein — sobald das Renndatum feststeht, hat man 14 Tage Zeit, das Ticket zurückzugeben, falls der Termin nicht passt. Bei den anderen Rennen sollte man genau danach fragen.

Was ein Wochenende wirklich kostet.

Das sind Preise, die wir am 3. September 2026 direkt bei den Veranstaltern abgelesen haben — Wochenendtickets für alle drei Tage, sofern nicht anders angegeben:

StreckeStehplatzGünstige TribüneGute Tribüne
Spa215 €Silver 5: 365 €
Combes: 520 €
Pole Position: 740 €
Gold 1 an der Boxengasse: 855 €
Red Bull Ring170 €
ausverkauft
T10: 435 €
T3: 570 €
Steiermark: 730 €
Start und Ziel: ausverkauft
Hungaroring170 €Chicane: 240 €
Grid 2: 430 €
T1: 500 €
Haupttribüne: 650 €
Platinum: ausverkauft

Bei Spa kommt einmalig eine Bearbeitungsgebühr von 15 Euro dazu. Für Monza, Monaco und Silverstone liegen für 2027 noch keine offiziellen Preise vor — Silverstone nennt bislang nur Hospitality ab 459 Pfund. Preise ändern sich je Verkaufsphase; wir prüfen sie bei jeder Anfrage tagesaktuell.

Der Trick, der bares Geld spart.

Es gibt zwei offizielle Wege, dasselbe Ticket zu kaufen: direkt beim Veranstalter der Strecke oder über den offiziellen Ticketshop der Formel 1. Beide sind seriös — aber sie kosten nicht dasselbe. Zwei Beispiele vom selben Tag, dieselbe Tribüne:

  • Spa, Gold 1: 855 Euro beim Veranstalter, 875 Euro im Formel-1-Shop.
  • Red Bull Ring, Tribüne T10: 435 Euro beim Veranstalter, 490 Euro im Formel-1-Shop — 55 Euro Unterschied pro Ticket.

Die Regel lautet deshalb: zuerst beim Streckenbetreiber schauen, dann vergleichen. Und Finger weg von allem, was weder das eine noch das andere ist — Zweitmarktseiten verkaufen dieselben Plätze mit deutlichem Aufschlag und ohne Garantie.

Was gerade schon ausverkauft ist, obwohl kein Termin feststeht: am Red Bull Ring sämtliche Stehplätze und die komplette Start-Ziel-Tribüne, am Hungaroring die Platinum-Kategorien, in Spa mehrere Sonntagskarten und die VIP-Bereiche. Wer eine bestimmte Kategorie will, sollte nicht auf den Kalender warten.

Die Klassiker in Europa.

Drei Fragen entscheiden über ein Formel-1-Wochenende: Was siehst du von deinem Platz? Wie kommst du hin und zurück? Und was kostet das Gesamtpaket, nicht nur das Ticket? Genau darin unterscheiden sich die Strecken massiv.

StreckeStatus 2027CharakterAnreise ab Deutschland
SpaTickets im VerkaufFahrerstrecke, Eau Rouge, Camping-KulturAuto, ab Köln gut 2 Std.
Red Bull RingTickets im VerkaufKompakt, viel Streckenblick, ShuttlesAuto/Bahn, ab München ein Tag
UngarnTickets im VerkaufKurvenreich, Budapest als StädtereiseAuto oder Kurzflug
MonacoTermin: 3.–6. JuniKulisse schlägt RennactionFlug Nizza, dann Bahn
Monza3.–5. Sept., Verkauf ab 10.09.2026Tifosi, Tempo, historischer ParkFlug Mailand
SilverstoneVerkauf ab Sept. 2026Bestes Stehplatzerlebnis, FestivalFlug London
MadridWartelisteNeuer Kurs, noch ohne ErfahrungswerteFlug Madrid
Türkei (neu)WartelisteRückkehr nach sechs JahrenFlug Istanbul
Portugal (neu)WartelisteAlgarve, nur 2027 und 2028Flug Faro
Zandvoortfällt weg

„Warteliste“ heißt: Die Strecke ist für 2027 bestätigt, der Verkauf hat aber noch nicht begonnen. Stand: 3. September 2026.

Spa-Francorchamps — die wichtigste Adresse für deutsche Fans

Mit dem Wegfall von Zandvoort ist Spa der am besten erreichbare Grand Prix ab Deutschland — ab Köln gut zwei Autostunden. Eau Rouge muss man einmal von unten gesehen haben; viele Fahrer nennen Spa ihre Lieblingsstrecke. Für Zuschauer ist es zugleich einer der fairsten Klassiker: Der Kurs bietet ein breites offizielles Campingangebot, und die Tribünen reichen von Bronze bis zum Paddock Club.

Ein Hinweis für die Langfristplanung: Spa fährt 2027 — pausiert dann aber 2028 und 2030. Wer Spa erleben will, sollte 2027 nutzen.

Der Grund, warum Spa für deutsche Fans unschlagbar ist: Der Veranstalter fährt offizielle Shuttlebusse aus deutschen Städten — Hin- und Rückfahrt inklusive, keine Parkplatzsuche, kein Stau am Abend. Ab Köln 56 Euro, ab Aachen 63 Euro, ab Düsseldorf 66 Euro. Wer stattdessen mit dem Auto kommt: Parken kostet 25 Euro pro Tag und ist nur online buchbar — und alle Parkplätze müssen bis 22 Uhr geräumt sein, Übernachten im Auto ist verboten.

Welche Tribüne überdacht ist, sagt der Veranstalter selbst: Gold 1, 2, 3, 6, 7, 8, 9 und 11 sowie Silver 4. Alle anderen sind offen — bei belgischem Wetter ein Argument. Stehplatzkarten (Bronze) geben Zugang zu Kemmel, Blanchimont und dem Abstieg nach Pouhon, überall mit Blick auf Großbildschirme.

Red Bull Ring — der einfachste Weg aus Süddeutschland

Spielberg ist ab München an einem Tag machbar, der Vertrag läuft bis 2041. Der 4,3 Kilometer kurze Kurs mit zehn Kurven bietet von vielen Punkten Blick auf mehrere Streckenteile. 2026 kamen 320.000 Zuschauer übers Wochenende.

Drei Dinge, die den Ring familienfreundlich machen: Parken ist kostenlos und fußläufig, Kinder zahlen auf Stehplätzen nichts, und auch die Stehplatzbereiche haben Videowände. Rollstuhlplätze gibt es überdacht auf der Start-Ziel-Tribüne zum Stehplatzpreis. Wichtig: Start und Ziel ist die einzige überdachte Tribüne — alle anderen sind offen. Camping liegt fußläufig, die Angebote für 2027 sind aber noch nicht veröffentlicht.

Monaco — die Kulisse

Das Rennen mit dem größten Namen und der kleinsten Sicht: Überholmanöver sind selten, dafür gibt es Hafen, Casino und die Gewissheit, dabei gewesen zu sein. Der Vertrag läuft bis 2035, der Termin für 2027 steht — die Preise noch nicht, der Ticketverkauf öffnet erst.

Ein hartnäckiger Irrtum gehört ausgeräumt: Der „Rocher“, der Felsen über dem Hafen, ist keine Gratistribüne. Der Veranstalter verkauft ihn als reguläre Stehplatzzone — er ist die günstigste Option, aber eben eine bezahlte. Vom Mehrtagesrabatt von 10 Prozent ist er ausdrücklich ausgenommen. Kinder von 6 bis 15 zahlen die Hälfte, donnerstags kommen sie frei rein.

Monza — der Tempel

Kein Publikum trägt ein Rennen so wie die Tifosi. Erste Wahl sind die Haupttribüne an Start und Ziel sowie die Bereiche an Lesmo und Ascari; viel General Admission ist Grasböschung im historischen Park — mit früher Anreise völlig brauchbar. Vertrag bis 2031.

Monza ist das einzige Rennen mit vollständiger Planungssicherheit: Termin bekannt (3. bis 5. September 2027), Verkaufsstart bekannt (10. September 2026, für Amex-Karteninhaber eine Woche früher). Wer 2026 dabei war, bekommt bis zum 23. September 8 Prozent Rabatt.

Silverstone — das Festival

2026 kamen 564.000 Zuschauer übers Wochenende. Camping, Zonen fast rund um den Kurs: Silverstone ist das beste General-Admission-Erlebnis im Kalender. Vertrag bis 2034. Für 2027 sind die regulären Tickets ab September 2026 im Verkauf.

Madrid — die Premiere ist noch keine Erfahrung

Der Madring am Messegelände ist ein 5,4 Kilometer langer Kurs mit 22 Kurven, ausgelegt auf über 110.000 Zuschauer pro Tag. Der Vertrag läuft bis 2035, 2027 gilt damit als gesichert. Aber: Das allererste Rennen dort findet erst im September 2026 statt — belastbare Erfahrungswerte zu Sicht, Anreise und Organisation gibt es also noch nicht.

Zwei Eigenheiten sollte man vor der Buchung kennen: Das Gelände zerfällt in einen Nord- und einen Südteil, die von innen nicht miteinander verbunden sind — man legt sich mit dem Ticket auf eine Seite fest. Und es gibt keine Parkplätze am Gelände; die Anreise läuft über Metro und Vorortbahn.

Und die Fernreisen?

Singapur ist das Nachtrennen vor der Skyline, ideal als Baustein einer Asienreise. Austin liefert mit dem Turn-1-Hügel einen der besten Aussichtspunkte im Kalender. Las Vegas ist das teuerste Wochenende des Jahres und dafür ein Spektakel, das es so nirgends gibt. Suzuka ist das Gegenteil: ein Publikum, das jede Runde feiert, zu Tickets deutlich unter Europa-Niveau. Interlagos verkauft ausschließlich Dreitagestickets — kompakt, laut, südamerikanisch. Alle diese Rennen stehen für 2027 auf der Streckenliste, keines mit Datum.

Was sich 2027 technisch ändert.

Für Zuschauer interessant, weil es das Renngeschehen prägt: Die 2026 eingeführte Antriebsformel wird zugunsten des Verbrenners neu austariert. Das ist beschlossen und im FIA-Reglement veröffentlicht:

  • Der Kraftstoff-Energiefluss steigt um 5 Prozent (von 3.000 auf 3.150 Megajoule pro Stunde) — der Verbrenner darf also mehr leisten.
  • Die elektrische Leistung steigt von 350 auf 375 Kilowatt, das nutzbare Batteriefenster von 4 auf 4,5 Megajoule.
  • Im Qualifying gibt es künftig konstant 300 Kilowatt statt einer Abregelung, die 2026 die Elektroleistung ab etwa 345 km/h auf null fallen ließ. Im Rennen bleiben 350 Kilowatt im Overtake-Modus.

Vorsicht bei der verbreiteten Verkürzung „die Elektroleistung wird gesenkt“ — das stimmt so nicht. Gesenkt wird nur der Wert im Qualifying, dafür fällt die Abregelung auf hohem Tempo weg. Auf der Geraden steht 2027 also mehr Elektroleistung zur Verfügung als 2026, nicht weniger. Genau darum geht es: Das Qualifying soll wieder durchgehend am Limit gefahren werden.

2027 ist eine Umverteilung, 2028 folgt eine zweite Stufe mit echter Leistungssteigerung. Beides wird in Medienberichten regelmäßig vermischt.

Zwei sportliche Änderungen, die Zuschauer direkt betreffen: Die FIA kann Rennen 2027 um bis zu vier Runden verkürzen — angekündigt spätestens vier Wochen vor dem Event. Und es gibt nur noch einen Vorsaisontest über vier Tage statt bisher mehrerer Testblöcke.

Optisch und akustisch bleibt alles beim Alten: Motorkonzept, Fahrzeugbreite, Radstand und Mindestgewicht sind gegenüber 2026 unverändert. Das vollständige sportliche Reglement für 2027 ist noch nicht veröffentlicht — wie viele Sprintwochenenden es gibt, ist damit offen.

Was jetzt sinnvoll ist.

  1. Monza ist die sicherste Wahl: Termin und Verkaufsstart stehen fest. Wer Planungssicherheit will, nimmt den 10. September 2026 in den Kalender.
  2. Bei Österreich, Belgien und Ungarn jetzt das Ticket sichern, wenn die Kategorie wichtig ist — vieles ist bereits weg. Anreise und Hotel aber offen lassen oder nur mit freier Stornierung buchen. In Ungarn gibt es 14 Tage Rückgaberecht, sobald der Termin feststeht.
  3. Immer zuerst beim Streckenbetreiber kaufen — bei Spa und am Red Bull Ring ist das nachweislich günstiger als der offizielle Formel-1-Shop.
  4. Wenn der Termin entscheidet (Urlaub, Schulferien): auf den Kalender im Herbst warten. Für alle anderen Rennen gibt es ohnehin nur Wartelisten.
  5. Spa hat Vorrang vor 2028: Wer die Strecke erleben will, sollte 2027 nehmen — danach folgt eine Pause bis 2029.
  6. Zandvoort streichen. Wer bisher „das Rennen nebenan“ eingeplant hatte, braucht ein neues Ziel — Spa ist der naheliegende Ersatz.
  7. Bei Madrid Geduld: Wer nicht unbedingt bei einer Premiere dabei sein muss, wartet die ersten Erfahrungsberichte vom September 2026 ab.
  8. Ohne Auto planen, wo es geht: Nach Spa fahren offizielle Shuttles ab Köln, Aachen und Düsseldorf — günstiger und entspannter als Parkplatz plus Rückstau.

Kleinigkeiten, die vor Ort den Unterschied machen.

  • Klappstuhl: erlaubt oder verboten? Am Hungaroring dürfen keinerlei Sitzgelegenheiten mit aufs Gelände — auch keine Camping- oder Angelstühle. In Silverstone ist das Gegenteil der Fall: Dort gehört der mitgebrachte Stuhl offiziell zum Stehplatzerlebnis dazu.
  • Verpflegung: Der Hungaroring lässt pro Person einen Liter Flüssigkeit und drei belegte Brote passieren, Sonnenschirme und Kühltaschen bleiben draußen. Trinkwasser gibt es vor Ort.
  • Der günstigste Stehplatz im Kalender ist Monza mit 120 Euro fürs ganze Wochenende — allerdings ohne Sitzplatzgarantie und nur über bestimmte Tore erreichbar.
  • Nach dem Rennen auf die Strecke: Am Hungaroring ist die Trackinvasion erlaubt, die Teilnehmerzahl aber begrenzt — wer dabei sein will, muss zügig runter.
  • Sitzplatznummern lesen: In Monza gibt der Buchstabe die Reihe an (A ist unten), die Zahl den Platz — von vorne auf die Tribüne gesehen beginnt die Zählung links.
Timo Berger
Timo Berger

Sportreisen & Events bei SPORTS-TRAVEL.DE. Plant seit Jahren Reisen zu Spielen, Rennen und Turnieren — und war bei den meisten selbst dabei. Das Team

Recherchestand 3. September 2026Angaben nach bestem Wissen zusammengestellt, u. a. auf Basis von: formula1.com und ticketing.formula1.com · fia.com samt dem FIA-Reglement 2027 (Section C, Ausgabe 2 vom 5. August 2026) · acm.mc · redbullring.com · spagrandprix.com · silverstone.co.uk · madring.com. Der offizielle Kalender 2027 lag bei Redaktionsschluss nicht vor; genannte Termine sind als Veranstalter- oder Presseangaben gekennzeichnet. Preise sind Größenordnungen und schwanken je Verkaufsphase — wir prüfen sie bei jeder Anfrage tagesaktuell.

FAQ

Häufige Fragen zur Formel-1-Reise

Steht der Formel-1-Kalender 2027 schon fest?

Nein. Zum Stand September 2026 hat kein einziges Rennen der Saison 2027 einen von der FIA bestätigten Termin — ungewöhnlich, denn üblicherweise steht der Kalender zwischen April und Juli des Vorjahres. Die Streckenliste mit 24 Rennen ist dagegen bekannt. Die Formel 1 plant die Veröffentlichung nach eigenen Aussagen für den Herbst 2026. Vollständige 2027er Kalender, die im Netz kursieren, sind Rekonstruktionen aus Vertragslaufzeiten.

Welche Strecken sind 2027 neu, welche fallen weg?

Neu dabei sind die Türkei mit Istanbul Park (Vertrag bis 2031) und Portugal mit Portimão (für 2027 und 2028). Weg ist Zandvoort: Der Dutch Grand Prix am 23. August 2026 war das letzte Formel-1-Rennen dort, auf Entscheidung des Veranstalters. Außerdem pausiert Barcelona 2027, weil es sich mit Spa abwechselt — 2027 ist Spa dabei. Imola ist seit Ablauf des Vertrags 2025 nicht mehr im Kalender.

Kann ich schon Tickets für 2027 kaufen?

Ja, bei fünf Rennen: Österreich, Belgien, Ungarn und Saudi-Arabien sind im Verkauf, Monza folgt am 10. September 2026. Kurios, aber offiziell so kommuniziert: Bei vieren kauft man ohne bekanntes Datum. Einzelne Kategorien sind trotzdem schon ausverkauft — am Red Bull Ring etwa alle Stehplätze. Tipp: immer zuerst beim Streckenbetreiber kaufen, das ist bei Spa und Spielberg günstiger als der offizielle Formel-1-Shop. In Ungarn gibt es 14 Tage Rückgaberecht, sobald der Termin feststeht.

Welche Formel-1-Strecke ist ab Deutschland am besten erreichbar?

Seit Zandvoort wegfällt, ist Spa-Francorchamps die naheliegendste Adresse — ab Köln gut zwei Autostunden, mit breitem offiziellem Campingangebot. Aus Süddeutschland ist der Red Bull Ring in Spielberg die beste Wahl: ab München an einem Tag machbar, kostenlose Parkplätze und Shuttlebusse von über 120 österreichischen Bahnhöfen. Wichtig für die Planung: Spa pausiert 2028 und 2030.

Welche Tribüne lohnt sich bei einem Grand Prix?

Das hängt stark von der Strecke ab. Faustregeln: In Spa gilt die überdachte Tribüne an Eau Rouge als beste der Strecke. In Monza sind Start und Ziel sowie Lesmo und Ascari erste Wahl, viel General Admission ist Grasböschung. In Monaco kauft man Kulisse, nicht Rennaction — der Rocher ist die günstigste Option, aber entgegen dem verbreiteten Irrtum kein Gratisplatz, sondern eine ticketierte Stehplatzzone. Silverstone bietet das beste Stehplatzerlebnis im Kalender. Wir gehen die Strecke vor der Buchung mit dir durch.

Was ändert sich 2027 an den Autos?

Die 2026 eingeführte Antriebsformel wird zugunsten des Verbrenners neu austariert — beschlossen und im FIA-Reglement veröffentlicht. Der Kraftstoff-Energiefluss steigt um 5 Prozent, die elektrische Antriebsleistung sinkt auf 300 Kilowatt, im Overtake-Modus bleiben aber 350 Kilowatt. Die Rekuperation steigt auf 375 Kilowatt. 2027 ist damit eine Umverteilung, keine Leistungssteigerung — die folgt 2028 in einer zweiten Stufe.

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