Volles Tennisstadion bei Nacht mit blauem Hartplatz

Tennisreise planen:
Tickets und Timing

Vier Grand Slams, vier völlig verschiedene Ticketlogiken. Und ein Irrtum über den Ground Pass, der in fast jedem deutschen Reisetext steht.

Tennis10 Min. LesezeitStand: August 2026

Guide

Vier Turniere, vier Ticketlogiken.

Die wichtigste Frage einer Tennisreise lautet nicht „welches Turnier“, sondern „Stadionticket oder Ground Pass“ — also reservierter Sitz in der großen Arena oder freier Zugang zu allen übrigen Plätzen. Und die Antwort fällt bei jedem der vier Grand Slams anders aus, weil die Turniere ihre Tickets grundverschieden schneiden.

Turnier 2027TerminWas der günstige Zugang heißt
Australian Open11.–31. JanuarGround Pass — reicht bis in eine überdachte Arena, aber erstmals mengenbegrenzt
Roland-Garros17. Mai – 6. Juni„Courts annexes“ — 14 Nebenplätze plus Obertribüne eines Show Courts
Wimbledon28. Juni – 11. JuliBallot im Vorjahr, sonst The Queue
US Openab 29. AugustGrounds Admission — und das Arena-Ticket enthält sie

Australian Open 2027: der Verkauf läuft schon.

Melbourne ist früh dran wie nie. Der öffentliche Verkauf für 2027 startete bereits am 13. August 2026 über Ticketmaster Australia — fünf Monate vor dem Turnier. Tennis Australia bewirbt das ausdrücklich als „früher als je zuvor“. Wer diesen Guide liest, ist also nicht zu früh dran, sondern mitten im Verkauf.

Der Zeitplan: Qualifikation und Opening Week vom 11. bis 16. Januar, Hauptfeld vom 17. bis 31. Januar. Die erste Runde läuft über drei Tage (Sonntag bis Dienstag) — das ist der Zeitraum mit der größten Platzdichte und damit die beste Zeit für einen Ground Pass.

Und jetzt die Änderung, die den alten Standardtipp erledigt: Die tägliche Menge an Ground Passes wird für 2027 erstmals gedeckelt. Der jahrelange Rat „einen Ground Pass bekommt man immer noch spontan“ gilt nicht mehr. Wer auf diesem Weg rein will, kauft früh.

Ein Detail mit Fallenpotenzial: Der Frühbucherpreis für den Ground Pass endet am 30. November 2026 um 12:59 Uhr — mittags, nicht um Mitternacht. Wer „bis 30. November“ liest und abends bucht, zahlt mehr.

Was ein Ground Pass in Melbourne wert ist: Er reicht bis in die John Cain Arena — eine überdachte Halle, allerdings nur in deren frei zugänglichen Bereich und ausdrücklich „nach Verfügbarkeit“. Dazu kommen die weiteren Show Courts und sämtliche Außenplätze. Nicht enthalten sind Rod Laver Arena (rund 15.000 Plätze) und Margaret Court Arena (7.500). Übrigens: Melbourne Park hat 39 Plätze — 33 Hartplätze und sechs Sandplätze, was die wenigsten wissen.

Beim Einlass gelten strenge Regeln: maximal eine Tasche pro Person, die unter den Sitz passen muss, keine Behälter über 1,5 Liter, keine Teleobjektive über 95 Millimeter Brennweite. Und am Eingang läuft Gesichtserkennung, für die es laut Verkaufsbedingungen keine individuelle Abwahlmöglichkeit gibt.

Paris 2027: die Lotterie und ihre Tücken.

Roland-Garros läuft vom 17. Mai bis 6. Juni 2027, das Hauptfeld ab Sonntag, 23. Mai. Der reguläre Weg zu Tickets führt über eine Lotterie der FFT, und die hat Regeln, die man kennen sollte.

Für 2027 sind die Termine noch nicht veröffentlicht. Verlässlich ist aber der Ablauf, der sich seit Jahren wiederholt — hier die Zeitschiene der Ausgabe 2026 als Muster:

PhaseAusgabe 2026Erwartung für 2027
Anmeldung zur Lotterie3.–17. Dezember 2025Anfang bis Mitte Dezember 2026
Ziehungbis spätestens 1. März 2026Februar 2027
Vorverkauf für Lizenzierte10.–16. Februar 2026Februar 2027
Offener Verkauf (Restplätze)31. März 2026, ab 10:00Ende März 2027

Die Spalte rechts ist eine Fortschreibung des bisherigen Musters, keine Ankündigung der FFT. Wer teilnehmen will, sollte im Dezember 2026 selbst nachsehen.

Vier Punkte aus dem offiziellen Reglement, die den Unterschied machen:

  • Ein kostenloses FFT-Konto ist Pflicht, ein Konto pro Person, eine Anmeldung pro Konto. Wegwerf-Mailadressen sind ausgeschlossen. Mindestalter: 15 Jahre.
  • Die Ziehung findet unter Aufsicht eines Gerichtsvollziehers statt. Gezogene bekommen ein persönliches Kaufzeitfenster, angekündigt spätestens zwei Tage vorher.
  • Die Falle, die praktisch nirgends erwähnt wird: Wer in einer früheren Verkaufsphase bereits das Maximum von vier Tickets für die Hauptplätze gekauft hat, wird in der Lotterie gar nicht erst berücksichtigt.
  • Gezogen zu werden ist ausdrücklich keine Garantie, auch tatsächlich Tickets zu bekommen.

Das preislich stärkste Ticket im gesamten Grand-Slam-Tennis ist in Paris zu haben: Das Ticket für die „Courts annexes“ öffnet nicht nur alle 14 Nebenplätze in freier Platzwahl, sondern zusätzlich die Obertribüne des Court Simonne-Mathieu — also einen echten Show Court. Kein anderer Slam lässt seinen Ground Pass in eine Hauptarena hineinreichen. Sehenswert ist auch Court 14 mit 2.200 Plätzen, halb in den Boden eingelassen.

Zwei verbreitete Irrtümer zu Paris räumen wir gleich mit ab. Erstens: Die Qualifikationswoche ist nicht mehr kostenlos. Sie heißt „Opening Week“ und ist ein reguläres Bezahlticket — viele deutschsprachige Ratgeber behaupten noch das Gegenteil. Sie ist trotzdem attraktiv, weil dort auch die Trainings der Hauptfeld-Stars auf dem Chatrier laufen. Zweitens: Auch für die letzte Turnierwoche verkauft die FFT günstige Nebenplatz-Tickets — für Rollstuhltennis, Junioren, Doppel und das Trophée des Légendes. Das ist der billigste legale Weg, in Woche zwei überhaupt auf die Anlage zu kommen.

US Open 2027: das große Missverständnis.

Das Turnier beginnt am 29. August 2027. Und hier steht in fast jedem deutschsprachigen Reisetext derselbe Fehler.

Behauptet wird: Den günstigen Grounds Pass gebe es nur für die ersten acht bis zehn Turniertage, ab dem Viertelfinale sei Schluss. Tatsächlich verkauft das US Open die Grounds Admission für die Tagessessions vom 30. August bis 11. September — das sind 13 von 15 Hauptfeldtagen, bis einschließlich Herren-Halbfinale. Wer dem verbreiteten Irrtum folgt, verpasst in der zweiten Woche eine reale und günstige Zugangsmöglichkeit.

Der zweite Punkt, den New York einzigartig macht: Ein Ticket für das Arthur Ashe Stadium enthält den Zugang zur gesamten übrigen Anlage — Louis Armstrong Stadium, Grandstand und alle Field Courts, nach dem Prinzip „wer zuerst kommt“. Wer also ein günstiges Ticket im Oberrang von Ashe kauft, hat beides: Stadionatmosphäre und Nebenplätze. In Melbourne und Paris ist die Logik umgekehrt gedacht.

Bei den übrigen Kategorien lohnt der genaue Blick, weil Tag- und Abendtickets Unterschiedliches enthalten: Das Armstrong-Ticket der Tagessession (30. August bis 7. September) beinhaltet zusätzlich den Zugang zu Grandstand und Field Courts. Das Abendticket für dieselbe Arena wird nur für sieben Abende verkauft und umfasst nach der offiziellen Auflistung ausschließlich den Sitzplatz in Armstrong. Wer abends bucht, um danach über die Nebenplätze zu ziehen, kauft womöglich das falsche Produkt.

Die Fan Week vor dem Turnier ist kostenlos — aber nicht ohne Anmeldung. Neu seit 2026 ist ein Fan Access Pass, den Erwachsene kostenlos registrieren müssen, um überhaupt auf das Gelände zu kommen. Ältere Ratgeber, die „in der Fan Week einfach hingehen“ empfehlen, waren bis 2025 richtig. Ob die Pflicht 2027 bestehen bleibt, ist offen — das gehört vor der Reise geprüft. Und aufpassen: Einzelne Sessions innerhalb der Fan Week sind kostenpflichtig, frei ist nur der Zugang zum Gelände.

Ein Reiseanlass für 2027: Der 800 Millionen Dollar teure Umbau des Arthur Ashe Stadium soll zum Turnier 2027 fertig sein — 2027 wäre damit die erste Ausgabe im vollendeten Stadion, inklusive des neuen Haupteingangs. Ein verbreiteter Irrtum dazu gleich mit: Das Stadion wird dadurch nicht größer. Trotz 2.000 zusätzlicher Plätze am Court bleibt die Gesamtkapazität bei rund 23.000 bis 24.000, weil an anderer Stelle Sitze entfallen.

Wimbledon: der Ballot schließt im Vorjahr.

Wimbledon 2027 läuft vom 28. Juni bis 11. Juli. Der All England Club veröffentlicht seine Termine ungewöhnlich weit im Voraus — bis 2030 stehen sie fest.

Für die Planung ist eine Eigenheit entscheidend: Wimbledon ist das einzige der vier Turniere, bei dem der Hauptzugang für Normalbürger fast ein Jahr vorher endet. Der öffentliche Ballot lief für 2026 vom 2. bis 21. September 2025. Wer im Frühjahr mit der Planung beginnt, hat nur noch The Queue oder den offiziellen Wiederverkauf.

Ein Detail, das die Ballot-Teilnahme auch bei Niete lohnend macht und das kaum irgendwo steht: Wer nicht gezogen wird, bekommt Zugang zum offiziellen Rückläufer-Shop, über den vor dem Turnier Tickets nachgekauft werden können. Wichtig dabei: nur eine Bewerbung pro Haushalt, pro E-Mail-Adresse und pro Konto — wer die Chance mit mehreren Konten erhöhen will, verstößt gegen die Regeln. Tage, Plätze und Sitze lassen sich nicht wählen.

Ausführlich steht das alles in unserem Wimbledon-Ratgeber.

Wir kennen die Verkaufsfenster

Grand-Slam-Tickets folgen vier verschiedenen Kalendern, und die wichtigsten Fristen liegen Monate vor dem Turnier. Sag uns, wohin du willst — wir sagen dir, wann du handeln musst.

Tennisreisen ansehen

Ground Pass oder Stadionticket?

Die Antwort hängt fast vollständig vom Turniertag ab, nicht vom Turnier. Der Grund ist einfache Arithmetik: Ein Hauptfeld mit 128 Spielern erzeugt 128 Erstrundenmatches im Einzel. Verteilt auf drei Tage sind das gut 40 Partien täglich — und die großen Arenen fassen davon nur einen Bruchteil.

TurnierphaseWas auf den frei zugänglichen Plätzen läuftGround Pass?
1. Runde (3 Tage)über 40 Einzelmatches pro Tag, nur ein Bruchteil in den Arenendie besten Tage überhaupt
2. Runde (2 Tage)rund 32 Einzel pro Tag, dazu beginnt das Doppelsehr gut, oft entspannter
3. Runde (2 Tage)rund 16 Einzel, Doppel, Junioren und Mixed startennoch gut
4. Runde (2 Tage)8 Einzel — die wandern fast alle in die Arenenverliert stark
Ab ViertelfinaleJunioren, Rollstuhltennis, Legends, Doppel-Endrundennur für Spezialinteressen

Beim Australian Open lässt sich der Umschlagpunkt genau datieren: Die vierte Runde wird am 24. und 25. Januar gespielt — am ersten Tag der zweiten Woche läuft also noch Achtelfinale. Erst ab dem 26. Januar gibt es auf den Nebenplätzen kein Topspiel mehr, dafür Junioren, Rollstuhltennis und Legends.

Und ein ehrlicher Hinweis zum Wetterrisiko, den man selten liest: Ein Ground Pass ist immer auch eine Wetterwette. Fällt in Melbourne wegen Regen auf den Außenplätzen aus, gibt es keine Erstattung — erstattet wird nur die komplette Absage eines Tages. Ein Ground Pass garantiert auch keinen Sitzplatz auf einem bestimmten Court; Kapazitätsgrenzen begründen ausdrücklich keinen Anspruch.

Die gern gezogene Schlussfolgerung „Ground Pass ist riskant, Arena ist sicher“ stimmt allerdings so nicht. Die Erstattungsregeln greifen nämlich nicht bei außergewöhnlichen Umständen wie extremer Hitze — und sie greifen nur, wenn in der gebuchten Session überhaupt nicht gespielt wurde. Wird begonnen und dann unterbrochen, gehen auch Arena-Ticketinhaber leer aus. Großzügiger ist die Regel nur für die vier Halbfinal- und Finalsessions.

Hitze in Melbourne: was wirklich passiert.

Zwei Regelwerke, die oft verwechselt werden. Die ATP hat zur Saison 2026 eine neue Hitzeregel eingeführt, beschlossen und veröffentlicht am 15. Dezember 2025. Sie beruht auf dem Wet-Bulb-Globe-Temperature-Index, der neben der Lufttemperatur auch Luftfeuchte, Wind und Strahlungswärme berücksichtigt: Ab einem Wert von 30,1 Grad kann in Best-of-three-Einzeln nach dem zweiten Satz eine zehnminütige Kühlpause verlangt werden, über 32,2 Grad wird unterbrochen.

Bei den Grand Slams gilt diese Regel nicht. Sie haben eigene Protokolle — was sich daran zeigt, dass Tennis Australia ein eigenes Hitzedokument mit einer völlig anderen Skala veröffentlicht.

Melbourne arbeitet nämlich nicht mit Grad, sondern mit einer Heat Stress Scale von 1 bis 5, gemessen an jedem Turniertag:

WertBetroffenMaßnahme
3,6Rollstuhl-Einzel15 Minuten Kühlpause
3,9Junioren-Einzel10 Minuten Kühlpause
4,0Damen- und Herren-Einzel10 Minuten Kühlpause
4,6 / 4,9alle Rollstuhl- bzw. Junioren-MatchesSpiel wird unterbrochen
5,0alle übrigen MatchesSpiel wird unterbrochen, auf den Arenen schließt das Dach

Beim Australian Open 2026 wurde das Protokoll zweimal ausgelöst — erstmals seit 2023, bei über 42 Grad auf dem Gelände. Das ist also kein theoretischer Fall.

Und hier kommt der wichtigste Praxishinweis dieses Guides: Die Hitzeregel schützt Spieler, nicht Zuschauer. Wenn bei Stufe 5 das Dach schließt, sitzen die Ticketinhaber der drei Arenen im Kühlen und sehen weiter Tennis. Wer einen Ground Pass hat, steht dann ohne Tennis da — und bekommt kein Geld zurück. Die Verkaufsbedingungen warnen selbst, dass Teile des Geländes den ganzen Tag in der Sonne liegen.

Die Turniere zwischen den Slams.

Für ein verlängertes Wochenende ab Deutschland sind die großen Turniere der Tour oft die bessere Wahl als ein Slam — kürzere Wege, günstigere Tickets, kompaktere Anlagen.

  • Monte-Carlo, 3. bis 11. April 2027. Nizza ist ab allen großen deutschen Flughäfen direkt erreichbar, von dort 25 Minuten mit dem Zug. Kleinstes Gelände der großen Sandplatzturniere und dadurch das intensivste Zuschauererlebnis. Und das ist der einzige Termin in diesem Guide, bei dem man jetzt sofort handeln muss: Der Treue-Vorverkauf beginnt am 1. Oktober 2026, der öffentliche Verkauf am 15. Oktober 2026, jeweils um 9 Uhr. Die Preise werden Anfang September veröffentlicht.
  • Madrid, 19. April bis 2. Mai 2027. Zwei volle Wochen, Damen und Herren gemeinsam, drei überdachbare Stadien in der Caja Mágica, Metro-Anschluss. Vollpässe für den Centre Court waren im August 2026 bereits vergriffen.
  • Rom, 4. bis 16. Mai 2027. Foro Italico mit dem legendären Campo Pietrangeli, Sessions um 11 und um 19 Uhr.
  • Paris, Anfang November 2027. Indoor und damit wetterunabhängig. Achtung bei älteren Reisetexten: Das Turnier ist 2025 von Bercy in die Paris La Défense Arena in Nanterre umgezogen, die größte Hallenarena Europas.
  • Toronto und Montreal, 31. Juli bis 12. August 2027. Die beiden Städte tauschen jährlich — 2027 spielen die Herren in Toronto, die Damen in Montreal. Fast jeder Reisetext nennt hier die falsche Stadt.

Bei den Saisonabschlüssen hat sich einiges bewegt. Die ATP Finals bleiben bis einschließlich 2027 in Turin. Die WTA Finals steigen 2026 im Indian Wells Tennis Garden — jede Aussage „WTA Finals in Riad“ ist ab 2026 falsch, auch wenn sie noch breit im Netz steht. Die WTA hatte den Wechsel selbst beantragt, die Trennung erfolgte einvernehmlich. Der Austragungsort 2027 ist noch nicht bestätigt. Der Laver Cup gastiert vom 24. bis 26. September 2027 im Intuit Dome in Los Angeles.

Die Beläge.

Vier Turniere, drei Untergründe — und für das Spielerlebnis macht das mehr aus als jede Sitzplatzkategorie.

  • Australian Open: kissengelagerter Acryl-Hartplatz. Mittlere bis hohe Absprunghöhe, planbares Spiel, für Zuschauer die längsten Ballwechsel unter den Hartplatzturnieren.
  • Roland-Garros: Sand — genauer eine dünne Deckschicht aus zerstoßenem Ziegel über Kalksteinschotter. Langsam, hohe Absprünge, die längsten Matches des Jahres.
  • Wimbledon: Rasen, seit 2001 vollständig aus Deutschem Weidelgras, sehr kurz geschnitten. Schnell und flach — und im Turnierverlauf zunehmend abgespielt.
  • US Open: Hartplatz, seit 2020 mit einem anderen Belagsystem als zuvor. Schneller als Melbourne, dazu die lauteste Kulisse des Jahres.
Timo Berger
Timo Berger

Sportreisen & Events bei SPORTS-TRAVEL.DE. Plant seit Jahren Reisen zu Spielen, Rennen und Turnieren — und war bei den meisten selbst dabei. Das Team

Recherchestand 21. August 2026Angaben nach bestem Wissen zusammengestellt, u. a. auf Basis von: ausopen.com und den Australian Open 2027 Conditions of Sale sowie den Extreme Heat Protocols (Tennis Australia) · rolandgarros.com, travel.rolandgarros.com und dem FFT-Reglement zum Tirage au Sort · usopen.org und fanpass.usopen.org · wimbledon.com · lta.org.uk · atptour.com · wtatennis.com · montecarlotennismasters.com, mutuamadridopen.com, nationalbankopen.com · lavercup.com · usta.com. Verkaufstermine für 2027 sind teilweise noch nicht veröffentlicht; wo dieser Text eine Erwartung nennt, steht es ausdrücklich dabei. Wir prüfen die Fenster bei jeder Anfrage tagesaktuell.

FAQ

Häufige Fragen zur Tennisreise

Lohnt sich ein Ground Pass beim Grand Slam?

In der ersten Turnierwoche fast immer. Ein Hauptfeld mit 128 Spielern erzeugt über 40 Einzelmatches pro Tag in der ersten Runde, und die großen Arenen fassen davon nur einen Bruchteil — der Rest läuft auf frei zugänglichen Plätzen. Ab der vierten Runde kippt das Verhältnis, weil die verbliebenen acht Partien pro Tag fast alle in die Arenen wandern. Beim Australian Open lässt sich der Umschlagpunkt genau datieren: Die vierte Runde läuft am 24. und 25. Januar, erst ab dem 26. Januar gibt es auf den Nebenplätzen kein Topspiel mehr.

Gibt es beim US Open in der zweiten Woche noch Grounds-Pass-Tickets?

Ja — und das wird in deutschsprachigen Reisetexten fast durchgängig falsch dargestellt. Verbreitet ist die Behauptung, die Grounds Admission werde nur für die ersten acht bis zehn Turniertage verkauft. Tatsächlich bietet das US Open sie für die Tagessessions vom 30. August bis 11. September an, also für 13 von 15 Hauptfeldtagen und bis einschließlich Herren-Halbfinale. Wer dem Irrtum folgt, verpasst in Woche zwei eine günstige Zugangsmöglichkeit.

Wann muss ich mich für Tickets bewerben?

Deutlich früher, als die meisten annehmen, und bei jedem Turnier anders. Wimbledon hat den frühesten Zugang: Der öffentliche Ballot läuft im September des Vorjahres — wer im Frühjahr beginnt, hat nur noch The Queue oder den Wiederverkauf. Roland-Garros nimmt Lotterieanmeldungen im Dezember entgegen und zieht im Februar. Das Australian Open verkauft bereits ab August des Vorjahres, für 2027 seit dem 13. August 2026. Das US Open startet üblicherweise Ende Mai des Turnierjahres.

Enthält ein Arena-Ticket auch den Zugang zu den Nebenplätzen?

Beim US Open ja: Ein Ticket für das Arthur Ashe Stadium beinhaltet den Zugang zum Louis Armstrong Stadium, zum Grandstand und zu allen Field Courts. Wer dort ein günstiges Oberrangticket kauft, hat beides. In Melbourne und Paris ist die Logik umgekehrt — dort ist der Ground Pass das Basisprodukt, und die Arenen kosten extra. Eine Besonderheit hat Paris: Das Ticket für die Courts annexes öffnet zusätzlich die Obertribüne eines echten Show Courts, des Court Simonne-Mathieu.

Was passiert bei extremer Hitze beim Australian Open?

Melbourne arbeitet mit einer Heat Stress Scale von 1 bis 5, nicht mit Gradzahlen. Ab Wert 4 gibt es im Einzel eine zehnminütige Kühlpause, ab Wert 5 wird unterbrochen und auf den drei überdachten Arenen schließt das Dach. 2026 wurde das Protokoll zweimal ausgelöst, bei über 42 Grad auf dem Gelände. Für Zuschauer ist der entscheidende Punkt: Die Regel schützt Spieler. Wer ein Arena-Ticket hat, sieht unter geschlossenem Dach weiter Tennis; wer einen Ground Pass hat, steht ohne Tennis da und bekommt kein Geld zurück.

Welches Tennisturnier eignet sich für ein verlängertes Wochenende?

Die großen Turniere der Tour sind dafür oft besser geeignet als ein Grand Slam. Monte-Carlo vom 3. bis 11. April 2027 ist über Nizza direkt erreichbar und hat das kompakteste Gelände. Madrid und Rom kombinieren Damen und Herren an einem Ort. Das Turnier in Paris läuft Anfang November in der Halle und ist damit wetterunabhängig — es findet seit 2025 nicht mehr in Bercy statt, sondern in der Paris La Défense Arena in Nanterre. Für Monte-Carlo beginnt der öffentliche Verkauf bereits am 15. Oktober 2026.

Welches Turnier soll es sein?

Sag uns Turnier, Zeitraum und ob es Arena oder Nebenplätze sein sollen. Wir prüfen die Verkaufsfenster und melden uns mit einem konkreten Vorschlag.

Anrufen Reise anfragen